Sonntag, 13. Juli 2014

Mangosorbet




Komisch.
Der Rhythmus muss sich erst neu finden.
Pendelte er sich in den letzten sechs
Jahren ganz entspannt
im Rhythmus einer Studentin ein, 
muss nun alles etwas schneller laufen.
Nicht mehr viel Zeit bleibt.
Wenig Zeit für die Freunde,
den Haushalt,
diesen Ort hier.

Das ist nicht ganz einfach.
Einfach ist außerdem nicht, 
zuzugeben, dass man Zeit zum Erholen braucht.
Dass die Energie am Abend aufgebraucht ist
und am Wochenende die
Reserven aufgetankt werden müssen.

Daran war ich vorher nicht gewöhnt.

Auch das Kochen muss häufig schnell gehen.
Man kann auch schnell gute Gerichte,
Kleinigkeiten zaubern,
muss nicht zu Fertigem greifen
- das weiß ich ja-
trotzdem, der Blick auf die
Sushikarte oder der Gang
zum Spanier nebenan ist nun
häufig einfach zu verlockend.

Schelles Süß
ohne Sünde gab es soeben.
Einfacher geht es kaum!


+ + ohne Zucker + +

Für zwei Portionen Mangosorbet braucht man:

Das Fleisch einer halben reifen (!!) Mango
etwas Orangensaft

Die Mango in kleine Stücke schneiden und in einem Beutel tiefkühlen. Dann einfach aus dem Eisfach nehmen, für fünf bis zehn Minuten antauen lassen und mit ein wenig Orangensaft pürieren. Einfach so unglaublich lecker und cremig!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Milchreis




Jeder hat so ein Essen.
Es hüllt in Wärme und schon
der Geruch fühlt sich gut an.
Es geht immer.
Besonders wenn alles
andere nicht geht.

Mich erinnert es an
 nackte Beine
auf der Picknickdecke,
den großen Löffel in der Hand,
sitzend zwischen bester Freundin
und kleiner Schwester.
Der Badeanzug hinterlässt einen
nassen Fleck auf der Decke,
den die Sonne in kurzer Zeit aufsaugt.
Es riecht nach Sonnenmilch
und heißem Heu.

Erinnern tut es mich aber
auch an Nachmittage,
an denen der Regen an die Fenster trommelt,
das Feuer im Kachelofen knistert 
und die Wohnung in rauchigen Duft hüllt.
An Wollsocken, die kleine
Füße wärmen, die schnurrende Katze 
auf dem Teppich und
heißen Tee auf dem
Glasstövchen.

Ein Essen, dass einen zurück
in die Kindheit bringt.
Ein großer Löffel und 
Tränen sind getrocknet,
Schmerzen gelindert
und Stress vergessen.
Bis heute.

Eine Liebe.
Anne und Milchreis.


Bei welchem Essen geht es euch so?






So dann und wann koche ich
ihn dann und fühle
mich einfach gut.
Morgen soll er uns in
einen Urlaub begleiten und
Löffel für Löffel einstimmen
auf die kommenden
Tage.


+ + ohne Zucker + + 

Für einen Topf Milchreis brauchst du:

Einen Liter Milch
Eine Vanilleschote
Zwei Tassen Milchreis
Einen Löffel Butter
Eine Prise Salz
Eine Prise Zimt
Eine Prise Kardamom
Süßstoff nach Geschmack 
Einen Esslöffel Butter
(oder 3 Esslöffel Zucker)

Die Butter im Milchtopf schmelzen und den Reis darin anschwitzen. Dann mit der Milch aufgießen und etwas Süßstoff hinzugeben. Die Schote auskratzen und Markt und Schote, Kardamom, Zimt und Salz in den Milchreis geben. Beim Rühren aufkochen lassen und dann auf kleinster Stufe eine halbe Stunde ziehen lassen. 

Sonntag, 11. Mai 2014

Marmorkuchen





Sonntags wird sich regelmäßig getroffen
- mit anderen Gestaltern-
und über das Gestalten gesprochen.

Wir sind gespannt,
was sich daraus entwickelt.

Wir sitzen dann zusammen
und essen Kuchen, trinken Kaffee
und teilen Ideen.

Heute sind wir die Gastgeber
und es entstand deshalb
heute morgen ein saftiger Klassiker.

Marmorkuchen ist sehr viel Erinnerung.
Susanne suchte schon nach dem
perfekten Rezept.

Für mich kann er nicht 
"klätschig"
genug sein.

Ich mag das Dunkle gerne herb
und das Helle nicht zu süß.

Welcher ist euer
perfekter Marmorkuchen?




Für einen Kuchen braucht man:

Vier Eier
Einhundert Gramm Zucker
Einhundert Gramm Butter
Einhundertfünfzig Gramm Frischkäse
Einhundertfünfzig Gramm Mehl
Zwei Teelöffel Backpulver
Einen halben Teelöffel Espressopulver
Zwei Esslöffel Kakao
100g dunkle Herrenschokolade

etwas Biozitronenabrieb

Eier, Zucker und weiche Butter schaumig schlagen und dann den Frischkäse unterrühren und mindestens fünf Minuten verrühren. Dann Mehl und Backpulver unterrühren. Den Teig halbieren. Unter die eine Hälfte den Abrieb einer halben Zitrone, unter die andere Hälfte Kakao und Espresso rühren. Nun die Schokolade fein hacken und in den Schokoladenteig heben. Eine Springform fetten und erst eine Schicht hellen Teig (circa die Hälfte), dann den gesamten dunklen Teig hineingeben. Mit der Gabel einmal "zwirbeln". Anschließend den restlichen hellen Teig auf dem Dunklen verteilen. Bei Einhundertsechzig Grad circa fünfzig Minuten backen.

Mittwoch, 30. April 2014

Sesamkeks







Lange habe ich geprahlt.
Gesund und munter, während
der ganze Freundeskreis schnupft.
Dann über Ostern hat 
es mich doch erwischt
+ + trotz der täglichen Riesenportion Obst + +

Nach vielen Tagen mit
Kopfschmerz und Rotznase
geht es nun endlich Bergauf.
Genug Kraft um endlich
das erste Nach-Fasten-Süß 
zu produzieren.

Knusprige Decke
und teigige Mitte.
Genau richtig.

Viel Neues
bringt der
Mai

- der neuen Website sei Dank -

Ich freu mich
so


Für fünfundzwanzig Kekse braucht man:

Einhundertzwanzig Gramm Mehl
Einhundert Gramm Butter
Einhundert Gramm Sesam
Einhundert Gramm gemahlene Haselnüsse
Achtzig Gramm flüssiger Honig
Ein Ei
Ein Teelöffel Backpulver

Die trocknen Zutaten vermengen. Dann die Butter und den Honig schmelzen und mit dem Ei und der trocknen Mischung verkneten. Für zwei Stunden kühl stellen und kleine Kugeln formen. Auf einem Backblech verteilen, etwas platt drücken, mit Honig bestreichen und etwas Sesam bestreuen. Dann bei Einhundertsechzig Grad circa zehn Minuten backen, bis sie leicht braun sind.

Montag, 14. April 2014

Buttermilchbrioche








In den letzten Wochen 
wurde einiges geschafft
- trotzdem dauerte es viel länger als geplant-
so ist es ja so oft.
froh bin ich aber sehr über
das Erreichte und es
lässt mir einen großen
Stein vom Herzen fallen.

Somit war es ein gutes
Gefühl an diesem Wochenende
liebe Menschen aus der Heimat
zu Besuch zu haben 
- ohne schlechtes Gewissen-

Einen weiches österliches
Buttermilchbrioche
gab es, denn es wird noch
immer auf Kuchen verzichtet.
Lauwarm auf dem Ofen mit kalter
Butter aber eine perfekte Alternative.



Für zwei kleine Brioche

Fünfhundert Gramm Weizenmehl
Einhundert Gramm Dinkelmehl
Dreihundert Milliliter Buttermilch
Ein Esslöffel Honig
Süße nach Geschmack
Einhundert Gramm flüssige Butter
Eine Vanilleschote
Einen Würfel Hefe
Etwas lauwarme Milch
Eine Prise Salz

Den Honig in der Milch auflösen und die Hefe in die Flüssigkeit bröseln. Eine viertel Stunde gehen lassen. Das Mark der Vanilleschote und die flüssige Butter mit der Buttermilch mischen und nach Belieben Süße hinzufügen (bei mir ist es Süßstoff - bei euch vielleicht vier Esslöffel Zucker). Das Mehl und Salz mischen und die zwei Flüssigkeiten dazugeben. Dann mindestens fünf Minuten verkneten bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Den Teig an einem warmen Ort (bei mir durfte er mit einer Wärmflasche kuscheln) eine Stunde gehen lassen, dann erneut durchkneten und noch einmal eine Stunde gehen lassen. Das Brioche in eine Kastenform geben und bei Einhundertfünfzig Grad circa vierzig Minuten backen. Alle zehn Minuten mit Milch bepinseln, bis das Brioche leicht gebräunt ist (dann mit Alufolie abdecken). Das Brot auskühlen lassen oder noch warm vernaschen!

Freitag, 21. März 2014

Bananenbrot mit Erdnussmus



Seit ein paar Tagen wird wieder,
wie in jedem Jahr,
auf Zucker verzichtet.
Schwer fällt es mir inzwischen
eigentlich nicht mehr
- eigentlich essen wir ja kaum Zucker-
trotzdem vermisse ich
manchmal das Süß 
zum Kaffee am Nachmittag.

Fleißig werkle ich momentan
an meinem Portfolio.
Da ist der Nachmittagskaffee
 die Pause, auf die
ich mich lange freue.

Deshalb gab es heute
einen Kuchen nur aus
der Süße reifer Bananen.
Saftig und perfekt 
mit einer Haube Erdnuss.

Die ganze Wohnung roch 
nach Banane.
Ganz ungewohnt, denn
dunkle Bananen finden bei
mir nur selten den
Weg in den Ofen.
Viel zu sehr liebe ich sie
schaumig püriert mit
eiskalter Milch.
Hmmmm.


+ + ohne Zucker + +
Für einen bananigen Kuchen:

Vier reife Bananen
Einhundert Gramm gemahlene Mandeln
Ein Ei
Ein Teelöffel Backpulver
Zwei Esslöffel Weizenkleie
Etwas Vanillearoma
Eine Prise Zimt, Kardamom und Salz
Sechzig Gramm weiche Butter
Einhundertfünfzig Gramm Roggenmehl

Die Bananen pürieren. Das Ei trennen und das Weiß steif schlagen. Alle nassen Zutaten miteinander vermixen. Dann die trocknen Zutaten unterrühren. Zum Schluss das Eiweiß und die Nüsse unterheben und den Teig in eine Springform geben und bei Einhundertachtzig Grad circa eine Stunde backen. Mit Erdnussmus bestreichen und lauwarm genießen.



Sonntag, 2. März 2014

Weiße Mousse auf Himbeermark




















Im kleinen Kreis
aßen wir in meinen Geburtstag.
Es wurde Käse geschmolzen
über gebackenem Kürbis,
gegrillten Bohnen und 
gedünsteten Möhren.
Raclette mit den Engsten.
Gemütlich und Fröhlich wie immer.

Nach dem
vielen Salzig, 
dann ein kleines, süßes
Finale.

weiche Schokolade
auf sauer Beere.
Die Kombination macht es
zu einem Moment des Glücks.

Wirklich.

Erinnert mich an
diesen traumhaften Kuchen.

Perfekt wird der Nachtisch 
geschichtet mit einem
Löffel der zitronigen




Für eine Schale weiße Mousse braucht man:

Zwei Eiweiß
Einen und einen halben Becher Sahne
Einen halben Becher Frischkäse
Zwei Tafeln weiße Kuvertüre
etwas Salz

Zweihundert Gramm Himbeeren (gefroren)
Zwei Teelöffel Rohrzucker
Zwei Esslöffel Holundersaft

Die Kuvertüre langsam im Wasserbad schmelzen. Währenddessen das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Sahne steif schlagen und dann mit dem Frischkäse mindestens zwei Minuten verrühren. Dann langsam die weiße Schokolade in die Sahne fließen lassen und unterrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben und die Mousse für mindestens sechs Stunden kalt stellen. 

Die Himbeeren mit dem Holundersaft und dem Rohrzucker aufkochen und pürieren. Dann erkalten lassen.

Mit zwei Teelöffeln Nocken aus der Mousse formen und auf einen Spiegel aus Himbeerpüree geben oder mit Lemon-curd im Glas schichten. Eine wunderbare Harmonie aus süß und fruchtig.