Sonntag, 23. November 2014

unsere Küche.


Lange war es still hier.
Es stresst mich, an zwei Orten aktiv zu sein
und deshalb habe ich mich
entschieden, den Fokus auf dieses Fleckchen zu legen,
solange ich keine Zeit für
eine effektivere Lösung finde.

Neben den üblichen Rezepten, werdet ihr hier also zukünftig
auch schönes aus anderen Bereichen finden.

Den Anfang
- und perfekt, den Boden zu spannen -
macht heute unsere Küche,
die im September etwas umgestaltet wurde.
Den Kühlschrank konnten wir
günstig von Freunden erwerben und
somit war der Grundstein gelegt,
einen Küchenplan umzusetzen, den
ich schon vor Monaten
begonnen hatte.
(dort seht ihr das erste Moodboard)

Es fehlte immer das nötige Kleingeld und
die Zeit zur Umsetzung.
Doch dank geschickter
Verkäufe diverser Kleinmöbel
aus Küche und anderen Räumen,
war die Investition doch
"Studenten-Budget-kompatibel"
und die Zeit wurde sich
einfach genommen.




Wir entschieden uns 
für Echtholz und Marmor 
- denn in der Kaffeeecke war mir 
die Kombination von Holz und 
andauernder Feuchtigkeit zu heikel.

Wichtig waren mir ruhige, weiße Fronten
und der Verzicht auf die Hängeschränke,
die mir schon so lange ein Dorn im Auge waren.
Sie nahmen über der Arbeitsplatte 
so gänzlich die Weite der hohen Decken.

Als Arbeitslicht
-und für gemütliche Abende dimmbar-
entstand eine Lampenkonstruktion,
die ich aufzeichnete und der Junge umsetzte.

Die Keramikspüle, mit der wir schon seit
einer Ewigkeit liebäugelten durfte
endlich einziehen und aus einem Rest der
Arbeitsplatte entstand eine Messerleiste.




Sehr viel Arbeit, Zeit und Hilfe
(von den Eltern des Jungen), 
die wir nie wieder gut machen können,
wenig Schlaf, viel Muskelkater
und ein paar blaue Flecken.
Erst jetzt finde ich die Ruhe,
euch Bilder zu zeigen.
Für uns ist sie nun perfekt!











Sonntag, 14. September 2014

Topfkuchen mit Heidelbeeren.



Das Jahr läuft an mir vorbei.
Haben wir wirklich schon Herbst?
Die letzten Wochen waren so voll, 
dass keine Zeit blieb.
Um einmal stehen zu bleiben 
-
um einmal Luft zu holen
-
-
-
um einmal alles anzuhalten.

Wir waren viel unterwegs.
Haben liebe Menschen gesehen.
Waren in Basel, Hamburg und Berlin.
Und nun freue ich mich auf einen hoffentlich
entspannteren Herbst.

Er beginnt mit einer
Woche in den Bergen
(mein erstes Mal) 
und wir hoffen Ruhe zu finden
in langen Spaziergängen
und wenig medialer-
und Arbeitswelt.

Hier war es auch so ruhig.
Etwas schwer tue ich mich inzwischen
mit der Aktivität auf zweierlei
Eine Lösung muss her.
Aber dafür fehlt die Zeit.
Irgendwann.

Wenn keine Zeit ist
man sich aber so sehr danach sehnt
nach Gemütlichkeit und
all dem Guten am Zuhause sein,
dann ist ein Topfkuchen 
einfach das einzig Richtige.




















Für einen Kuchen braucht man:

Dreihundert Gramm Butter
Dreihundert Gramm  Mehl
Einhundertfünfzig Gramm Zucker
Ein halbes Päckchen Backpulver
Vier Eier
Zwei Esslöffel Vanillezucker
etwas Milch
Heidelbeeren (so viele du magst)

Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Eiern mindestens drei Minuten schaumig schlagen. Dann Mehl und Backpulver Stück für Stück in den Teig sieben und unterrühren. Etwas Milch hinzugeben, bis sich eine feste, aber cremige Konsistenz ergibt. Zuletzt die Heidelbeeren unterheben. Die Masse in die gefettete Form geben und bei Einhundertsiebzig Grad circa dreißig Minuten backen, bis der Kuchen goldgelb ist. Saftig und weich und genau richtig - so schmeckt er!

Sonntag, 13. Juli 2014

Mangosorbet




Komisch.
Der Rhythmus muss sich erst neu finden.
Pendelte er sich in den letzten sechs
Jahren ganz entspannt
im Rhythmus einer Studentin ein, 
muss nun alles etwas schneller laufen.
Nicht mehr viel Zeit bleibt.
Wenig Zeit für die Freunde,
den Haushalt,
diesen Ort hier.

Das ist nicht ganz einfach.
Einfach ist außerdem nicht, 
zuzugeben, dass man Zeit zum Erholen braucht.
Dass die Energie am Abend aufgebraucht ist
und am Wochenende die
Reserven aufgetankt werden müssen.

Daran war ich vorher nicht gewöhnt.

Auch das Kochen muss häufig schnell gehen.
Man kann auch schnell gute Gerichte,
Kleinigkeiten zaubern,
muss nicht zu Fertigem greifen
- das weiß ich ja-
trotzdem, der Blick auf die
Sushikarte oder der Gang
zum Spanier nebenan ist nun
häufig einfach zu verlockend.

Schelles Süß
ohne Sünde gab es soeben.
Einfacher geht es kaum!


+ + ohne Zucker + +

Für zwei Portionen Mangosorbet braucht man:

Das Fleisch einer halben reifen (!!) Mango
etwas Orangensaft

Die Mango in kleine Stücke schneiden und in einem Beutel tiefkühlen. Dann einfach aus dem Eisfach nehmen, für fünf bis zehn Minuten antauen lassen und mit ein wenig Orangensaft pürieren. Einfach so unglaublich lecker und cremig!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Milchreis




Jeder hat so ein Essen.
Es hüllt in Wärme und schon
der Geruch fühlt sich gut an.
Es geht immer.
Besonders wenn alles
andere nicht geht.

Mich erinnert es an
 nackte Beine
auf der Picknickdecke,
den großen Löffel in der Hand,
sitzend zwischen bester Freundin
und kleiner Schwester.
Der Badeanzug hinterlässt einen
nassen Fleck auf der Decke,
den die Sonne in kurzer Zeit aufsaugt.
Es riecht nach Sonnenmilch
und heißem Heu.

Erinnern tut es mich aber
auch an Nachmittage,
an denen der Regen an die Fenster trommelt,
das Feuer im Kachelofen knistert 
und die Wohnung in rauchigen Duft hüllt.
An Wollsocken, die kleine
Füße wärmen, die schnurrende Katze 
auf dem Teppich und
heißen Tee auf dem
Glasstövchen.

Ein Essen, dass einen zurück
in die Kindheit bringt.
Ein großer Löffel und 
Tränen sind getrocknet,
Schmerzen gelindert
und Stress vergessen.
Bis heute.

Eine Liebe.
Anne und Milchreis.


Bei welchem Essen geht es euch so?






So dann und wann koche ich
ihn dann und fühle
mich einfach gut.
Morgen soll er uns in
einen Urlaub begleiten und
Löffel für Löffel einstimmen
auf die kommenden
Tage.


+ + ohne Zucker + + 

Für einen Topf Milchreis brauchst du:

Einen Liter Milch
Eine Vanilleschote
Zwei Tassen Milchreis
Einen Löffel Butter
Eine Prise Salz
Eine Prise Zimt
Eine Prise Kardamom
Süßstoff nach Geschmack 
Einen Esslöffel Butter
(oder 3 Esslöffel Zucker)

Die Butter im Milchtopf schmelzen und den Reis darin anschwitzen. Dann mit der Milch aufgießen und etwas Süßstoff hinzugeben. Die Schote auskratzen und Markt und Schote, Kardamom, Zimt und Salz in den Milchreis geben. Beim Rühren aufkochen lassen und dann auf kleinster Stufe eine halbe Stunde ziehen lassen. 

Sonntag, 11. Mai 2014

Marmorkuchen





Sonntags wird sich regelmäßig getroffen
- mit anderen Gestaltern-
und über das Gestalten gesprochen.

Wir sind gespannt,
was sich daraus entwickelt.

Wir sitzen dann zusammen
und essen Kuchen, trinken Kaffee
und teilen Ideen.

Heute sind wir die Gastgeber
und es entstand deshalb
heute morgen ein saftiger Klassiker.

Marmorkuchen ist sehr viel Erinnerung.
Susanne suchte schon nach dem
perfekten Rezept.

Für mich kann er nicht 
"klätschig"
genug sein.

Ich mag das Dunkle gerne herb
und das Helle nicht zu süß.

Welcher ist euer
perfekter Marmorkuchen?




Für einen Kuchen braucht man:

Vier Eier
Einhundert Gramm Zucker
Einhundert Gramm Butter
Einhundertfünfzig Gramm Frischkäse
Einhundertfünfzig Gramm Mehl
Zwei Teelöffel Backpulver
Einen halben Teelöffel Espressopulver
Zwei Esslöffel Kakao
100g dunkle Herrenschokolade

etwas Biozitronenabrieb

Eier, Zucker und weiche Butter schaumig schlagen und dann den Frischkäse unterrühren und mindestens fünf Minuten verrühren. Dann Mehl und Backpulver unterrühren. Den Teig halbieren. Unter die eine Hälfte den Abrieb einer halben Zitrone, unter die andere Hälfte Kakao und Espresso rühren. Nun die Schokolade fein hacken und in den Schokoladenteig heben. Eine Springform fetten und erst eine Schicht hellen Teig (circa die Hälfte), dann den gesamten dunklen Teig hineingeben. Mit der Gabel einmal "zwirbeln". Anschließend den restlichen hellen Teig auf dem Dunklen verteilen. Bei Einhundertsechzig Grad circa fünfzig Minuten backen.

Mittwoch, 30. April 2014

Sesamkeks







Lange habe ich geprahlt.
Gesund und munter, während
der ganze Freundeskreis schnupft.
Dann über Ostern hat 
es mich doch erwischt
+ + trotz der täglichen Riesenportion Obst + +

Nach vielen Tagen mit
Kopfschmerz und Rotznase
geht es nun endlich Bergauf.
Genug Kraft um endlich
das erste Nach-Fasten-Süß 
zu produzieren.

Knusprige Decke
und teigige Mitte.
Genau richtig.

Viel Neues
bringt der
Mai

- der neuen Website sei Dank -

Ich freu mich
so


Für fünfundzwanzig Kekse braucht man:

Einhundertzwanzig Gramm Mehl
Einhundert Gramm Butter
Einhundert Gramm Sesam
Einhundert Gramm gemahlene Haselnüsse
Achtzig Gramm flüssiger Honig
Ein Ei
Ein Teelöffel Backpulver

Die trocknen Zutaten vermengen. Dann die Butter und den Honig schmelzen und mit dem Ei und der trocknen Mischung verkneten. Für zwei Stunden kühl stellen und kleine Kugeln formen. Auf einem Backblech verteilen, etwas platt drücken, mit Honig bestreichen und etwas Sesam bestreuen. Dann bei Einhundertsechzig Grad circa zehn Minuten backen, bis sie leicht braun sind.

Montag, 14. April 2014

Buttermilchbrioche








In den letzten Wochen 
wurde einiges geschafft
- trotzdem dauerte es viel länger als geplant-
so ist es ja so oft.
froh bin ich aber sehr über
das Erreichte und es
lässt mir einen großen
Stein vom Herzen fallen.

Somit war es ein gutes
Gefühl an diesem Wochenende
liebe Menschen aus der Heimat
zu Besuch zu haben 
- ohne schlechtes Gewissen-

Einen weiches österliches
Buttermilchbrioche
gab es, denn es wird noch
immer auf Kuchen verzichtet.
Lauwarm auf dem Ofen mit kalter
Butter aber eine perfekte Alternative.



Für zwei kleine Brioche

Fünfhundert Gramm Weizenmehl
Einhundert Gramm Dinkelmehl
Dreihundert Milliliter Buttermilch
Ein Esslöffel Honig
Süße nach Geschmack
Einhundert Gramm flüssige Butter
Eine Vanilleschote
Einen Würfel Hefe
Etwas lauwarme Milch
Eine Prise Salz

Den Honig in der Milch auflösen und die Hefe in die Flüssigkeit bröseln. Eine viertel Stunde gehen lassen. Das Mark der Vanilleschote und die flüssige Butter mit der Buttermilch mischen und nach Belieben Süße hinzufügen (bei mir ist es Süßstoff - bei euch vielleicht vier Esslöffel Zucker). Das Mehl und Salz mischen und die zwei Flüssigkeiten dazugeben. Dann mindestens fünf Minuten verkneten bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Den Teig an einem warmen Ort (bei mir durfte er mit einer Wärmflasche kuscheln) eine Stunde gehen lassen, dann erneut durchkneten und noch einmal eine Stunde gehen lassen. Das Brioche in eine Kastenform geben und bei Einhundertfünfzig Grad circa vierzig Minuten backen. Alle zehn Minuten mit Milch bepinseln, bis das Brioche leicht gebräunt ist (dann mit Alufolie abdecken). Das Brot auskühlen lassen oder noch warm vernaschen!